Laut & Glücklich | Portugal – Algarve & Lissabon

11.05.17

Am Flughafen ist mir das Buch „Es kommt nicht darauf an, wer du bist, sondern wer du sein willst“ in die Hände gefallen. Ein Titel der mich irgendwie abstösst und trotzdem Neugier weckt. Die Aussage, dass es nicht darauf ankommt, wer ich bin, lässt mich minderwertig fühlen. So ein Schwachsinn! Und trotzdem ist es für persönliche Entwicklung und für inneren Frieden immer ganz wichtig zu fragen: wer möchte ich eigentlich sein? Sich zu suchen, kann ein langer Weg sein. Sich zu verändern, zu dem Mensch der man gerne für sich selbst und für andere sein mag, kann da schon ein angenehmerer Weg sein.
 
Jedenfalls habe ich das Buch gekauft und noch im Flieger komplett durchgelesen. Ein Satz in diesem Buch lautete: „Wenn du ein Problem nicht lösen kannst, liegt es daran, dass du dich an die Regeln hältst.“ Und das ist so wahr.
 
Ist dir mal aufgefallen, dass alle Entscheidungen die du triffst, immer darauf beruhen, was du in der Vergangenheit erlebt hast? All dein Wissen, deine Sorgen und Ängste, dein Mut und deine Entscheidungskraft ist ein Sammelsurium aus Dingen die du bereits erlebt hat. Denn jede Entscheidung und jeder deiner Schritte hat dich ja heute zu dem Menschen gemacht, der du jetzt bist. Was tu ich also, wenn ich Entscheidungen treffen muss, die ich noch nie getroffen habe? Bei denen ich sozusagen keine Ressourcen zur Verfügung habe, die mir aus alten Mustern den neuen Weg zeigen könnten? Ich probiere mich einfach aus. Ich höre einfach auf zu denken. Denn was bringt es mir, heute schon wieder drüber nachzudenken, wie ich mich morgen fühlen kann und was übermorgen alles schief gehen kann? Und noch besser, wie ich mich in drei Tagen fühlen werde, wenn ich dann gespürt habe, das alles schief gegangen ist? Woher kommen diese Gedanken?
 
 

Was mir am allermeisten hilft ist das Reisen. Zeit im Flugzeug zu verbringen ist für mich eines der inspirierendsten Dinge überhaupt. Ich bin einfach raus – weg – nicht erreichbar. Irgendwo zwischen verschiedenen Zeitzonen, irgendwie hänge ich im wahrsten Sinne des Wortes „in der Luft“. Kein Handy. Kein Internet. Niemand erreicht mich. Ich genieße es so sehr, Hörbücher zu hören, zu lesen, nachzudenken und vor allem viele, viele Texte zu schreiben. Reisen reinigt mich. Und die Reise nach Portugal hat vieles übertroffen. 

Was mich am meisten an Portugal beeindruckt hat? Diese Ruhe und das unglaublich unkomplizierte. Portugal ist super sauber, zu dieser Jahreszeit waren die Strände noch sehr leer, es ist günstig, wunderbares Klima… die Klippen und Buchten sprechen für sich, es gibt leckeres Essen, vielfältige Städt und wirklich nette Menschen. Ich habe mich rund um wohl gefühlt und freue mich umso mehr, dass es bald wieder nach Portugal geht!

Wir Mädels von Marvellous Gold haben die Zeit in Portugal sehr genossen. Viel geredet, sehr viel gearbeitet, spannende Shootings gehabt, tolle Dinge produziert und dank des Stromausfalls auch tolle Stunden am Pool ganz ohne Technik gehabt. Und natürlich dürfen die tollen Gespräche bei Lagerfeuer mit Wein nicht fehlen. Die ersten zwei Tage haben wir in Lissabon verbracht und sind dann weiter in Richtung Süden gefahren. Die Orte auf den Bildern sind Praia de Marinha, Luz, Lagos, Sagres an der Algarve und Lissabon. Unsere Wohnung in Lissabon findet ihr hier und das tolle Haus in den Bergen von Monchique findet ihr hier. Vielen Dank an Sixt für den wundervollen Mietwagen!